Azubis in Top-Form: Überstunden in der Talkrunde am Gymnasium Nord-Ost

Die Roadshow besuchte das Gymnasium Nord-Ost an der Katzenbruchstraße in Altenessen. Bei der Ausbildungsoffensive Essen gehört den Azubis die große Bühne. Die Nachwuchskräfte der Stadt Essen, Allbau GmbH, Atlas Copco und der FOM Oekonomie & Management zeigten sich vor rund 90 Schülern aus der Oberstufe in Plauderlaune. Anstatt der geplanten 45 Minuten dauerte die Talkrunde beinahe eine ganze Stunde.

Sympathisch und authentisch redeten Lucas Jüttemeier (Atlas Copco), Tobias Henke (Stadt Essen), Jana Giesbers (Allbau GmbH) und Gina Koischwitz (FOM) mit Moderatorin Sylvia Czapiewski über ihr tägliches Berufs- und Studienleben. Die Bewerbungsphase, die richtige Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch sowie Erfahrungen beim Einstellungstest kamen zur Sprache.

„Ich wusste nicht, was ich nach meinem Abitur machen sollte“, gab Jana Giesbers ehrlich zu und sprach damit vielen der anwesenden Schüler vermutlich aus der Seele. Letztlich entschied sie sich ganz bewusst gegen ein Architektur-Studium und stattdessen für eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau bei der Allbau GmbH. Diesen Schritt würde sie jederzeit wiederholen. Sie berichtete von ihrer Bewerbungsphase und hatte so manchen wichtigen Tipp parat. „Man sollte Rechtschreibfehler im Anschreiben unbedingt vermeiden und keine Selfies oder Facebook-Bilder als Bewerbungsfotos verwenden.“ Typische Azubi-Klischees wie Kaffee kochen oder das Kopieren von Unterlagen zählen nicht zu den Aufgaben von Tobias Henke. Bei der Stadt Essen absolviert er zurzeit eine duale Ausbildung mit dem Studiengang Bachelor of Arts. „Es gibt zudem viele Fortbildungsmöglichkeiten und sehr gute Karriereaussichten“, so Henke. „Denn die Stadt bildet für den eigenen Bedarf aus.“ Auch Atlas Copco bietet dem eigenen Nachwuchs bestmögliche Ausbildungsbedingungen. Lucas Jüttemeier lernt beim Industriekonzern den Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns. Wer möchte, kann bereits während der Ausbildung zum Beispiel für ein paar Wochen am Standort in England hospitieren. Jüttemeier lobte das familiäre Umfeld und den persönlichen Kontakt untereinander: „Die Ausbilder sind für uns immer erreichbar.“ Nach bestandener Abschlussprüfung lockt den Azubis eine berufliche Perspektive im Unternehmen. Unterdessen erzählte Gina Koischwitz von ihrem dualen Studium an der FOM mit dem Studiengang Business Administration. Die FOM ist für sie mehr als nur eine Hochschule. „Man freundet sich schnell mit anderen Kommilitonen an“, sagte sie. „Es macht richtig Spaß, wenn man zusammen lernt.“ Ein Vorteil des dualen Studiums seien die kleinen Lerngruppen. Ein Numerus clausus wird bei der Anmeldung übrigens nicht benötigt.

Als Moderatorin Sylvia Czapiewski die Fragerunde für das Plenum eröffnete, traute sich kaum einer der Mitschüler eine Frage an die Azubis zu stellen. Stattdessen suchten sie das persönliche Gespräch an den Infotischen der Unternehmen und der FOM. Wer noch kein berufliches Ziel vor Augen hatte, wählte den direkten Weg an den Infostand von der Agentur für Arbeit Essen.