Perfektes Tour-Finale an der Gesamtschule Borbeck

Mit dem erfolgreichen Besuch der Gesamtschule Borbeck ist die Ausbildungsoffensive Essen 2017 beendet. Noch einmal präsentierten sich die Azubis der teilnehmenden Unternehmen Stadt Essen, Atlas Copco, Allbau GmbH und FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Hochform. In der Mensa gewährten sie vor rund 100 Gesamtschülern aus der Oberstufe offene und ehrliche Einblicke aus ihrem Arbeits- und Ausbildungsalltag.

Lukas Paulun (Atlas Copco), Verena Vospohl (Allbau GmbH) und Thomas Geers (Stadt Essen) hatten eine klare Botschaft zu verkünden: Alle würden jederzeit wieder eine Ausbildung bei ihrem Arbeitgeber beginnen. Dafür lieferten sie in der rund 45-minütigen Talkrunde mit Moderatorin Sylvia Czapiewski zahlreiche Argumente. „Es ist sehr familiär bei Atlas Copco. Wir duzen uns alle“, sagte Lukas Paulun über den persönlichen Umgang beim schwedischen Industriekonzern unter anderem mit einem Standort in Essen. „Es wird vor allem darauf geachtet, dass man menschlich zu uns passt“, verriet er. Man müsse kommunikativ und teamfähig sein. Diese beiden Fähigkeiten konnte Thomas Geers für die Stadt Essen ebenfalls nur bestätigen. „Bei der Stadt hat man beste Karriereaussichten“, sagte der Bachelor-of-Laws-Student. Sein Arbeitgeber bildet für den eigenen Bedarf aus. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Prüfung stehen ihm bei der Stadt Essen alle beruflichen Türen offen. Verena Vospohl hat sich ganz bewusst für eine Ausbildung entschlossen. Die künftige Immobilienkauffrau bei der Allbau GmbH lobte die angenehme Zusammenarbeit mit anderen Azubis und den Ausbildern: „Wir können immer Nachfragen stellen. Sie nehmen sich immer Zeit für uns.“ Außerdem betreuen die Nachwuchskräfte im Stadtteil Kettwig weitgehend selbstständig ein eigenes praxisnahes Wohnprojekt.

Während die drei Azubis über die Vor- und Nachteile ihrer Ausbildung redeten, berichtete Carolin Kirschfink von ihrem Alltag an der FOM. Zurzeit absolviert sie eine duale Ausbildung mit dem Studiengang Business Administration. Ein Studium an einer staatlichen Hochschule mit überfüllten Hörsälen käme für sie nicht in Frage. „Ich mag die familiäre und persönliche Atmosphäre in kleinen Arbeitsgruppen.“ Die junge Frau machte intensiv Werbung für ein Hochschulstudium mit betrieblicher Ausbildung. „Danach habe ich zwei Abschlüsse auf einmal in der Tasche. Das wird von den Unternehmen gerne gesehen“, sagte sie. Moderatorin Sylvia Czapiewski hatte sich im Vorfeld einen Fragenkatalog zurechtgelegt. Die Talkrunde deckte aber nur einen Bruchteil ab. Im Anschluss schlug die Stunde der Schüler, die sich zum Beispiel nach der Ausbildungsvergütung und nach den Wochenarbeitsstunden erkundigten. Ohne zu zögern, gaben die Azubis bereitwillig Auskunft.

Die Schüler nutzten anschließend die Gelegenheit, um mit den anwesenden Ausbildern und mit den Azubis von der Bühne an den Infoständen persönlich ins Gespräch zu kommen. Auch die Essener Agentur für Arbeit als Schirmherr der Ausbildungsoffensive war vertreten. An den Infoständen bildeten sich Menschentrauben. Die künftigen Abiturienten informierten sich über das breite Ausbildungs- und Studienangebot der Teilnehmer.

Der Besuch der Ausbildungsoffensive an der Gesamtschule Borbeck war der sechste Schultermin der diesjährigen Tour. Zuvor gastierten die drei Unternehmen und die FOM an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, am Leibniz-Gymnasium, am Gymnasium Nord-Ost, an der Alfred-Krupp-Schule sowie an der Erich-Kästner-Gesamtschule.