Erfolgreicher Tourstart an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Einen Auftakt nach Maß feierte die neunte Auflage der Ausbildungsoffensive Essen an der Gustav‐Heinemann‐Gesamtschule in Schonnebeck. Sympathisch, offen und ehrlich standen die Azubis der Stadt Essen, Allbau GmbH, Atlas Copco und der FOM Oekonomie & Management dem Moderator Stephan Knipp auf der Bühne ausführlich Rede und Antwort.

Mehr als 80 Schüler aus der Oberstufe verfolgten den Auftakt. Die Azubis zeigten während des 45-minütigen Talks keine Spur von Lampenfieber. Lisa Sterzik machte den Anfang. Sie absolviert eine Ausbildung bei Atlas Copco zur Groß- und Außenhandelskauffrau. „Bei uns zählen nicht allein die Noten. Wichtig ist auch, dass man menschlich zu uns passt“, sagte sie. „Untereinander duzen wir uns.“ Das sei beim schwedischen Industriekonzern mit einem Standort in Essen üblich. „Ich darf sogar den Geschäftsführer mit seinem Vornamen ansprechen“, verriet Lisa Sterzik. Entsprechend angenehm sei deshalb das Arbeitsklima. Auch Dennis Graß, künftiger Immobilienkaufmann bei der Allbau GmbH, fand nur lobende Worte für seinen Arbeitgeber. „Die Ausbilder haben immer ein offenes Ohr und übertragen uns sehr viel Verantwortung.“ Im Stadtteil Kettwig betreuen die Azubis ein eigenes praxisnahes Wohnprojekt. Sie kümmern sich um alle Bereiche der Wohnungswirtschaft wie z.B. Vermietung, Mieterservice und technische Betreuung.

Laura Albertz machte derweil Werbung für die Stadt Essen als Arbeitgeber. „Wir haben mehr als 30 Ausbildungsberufe“, sagte die junge Frau, die das duale Studium zum Bachelor of Laws absolviert. Als Azubi wird man am ersten Tag nicht ins kalte Wasser geworfen. „Es gibt eine Einführungswoche, dort kann man schon andere Azubis und künftige Arbeitskollegen kennenlernen“, sagte Laura Albertz. Eine besondere Rolle im Talk erhielt Verena Trappmann. Sie macht nicht nur eine Ausbildung, sondern sie studiert zusätzlich den Studiengang Business Administration an der FOM. Mit Disziplin und einem guten Zeitmanagement sei dieser Umstand aber kein Problem. „Die Dozenten sind immer erreichbar, freundlich und hilfsbereit“, so Trappmann. „Zudem sind die Hörsäle nicht überfüllt wie an anderen Hochschulen. Der Kontakt ist viel persönlicher.“ Ganz bewusst hatte sie sich für diesen Karriereschritt entschieden. „Man kann die Theorie an der Hochschule mit der Praxis in der Ausbildung kombinieren.“

Die vier Nachwuchskräfte schilderten im weiteren Verlauf des Talks die täglichen Abläufe und gaben hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung. Danach knüpften die künftigen Abiturienten der Gesamtschule an den Infotischen der Unternehmen und der FOM schon erste Kontakte, deckten sich mit Broschüren und Flyern ein oder informierten sich am Infostand der Agentur für Arbeit Essen, auch diesmal Schirmherr der Ausbildungsoffensive Essen, über ihre beruflichen Perspektiven.

Das Konzept der Ausbildungsoffensive Essen ist seit dem Start im Herbst 2009 unverändert. Die Azubis, die Monate zuvor noch selbst die Schulbank drückten, plaudern vor den Schülern aus dem Nähkästchen. Die Azubis sollen die Schüler für eine Ausbildung bei den teilnehmenden Unternehmen Stadt Essen, Allbau GmbH, Atlas Copco oder für ein duales Studium an der FOM begeistern.