Dritte Stunde: Perspektiven für den Berufseinstieg

„Gut ausgebildete Fachkräfte werden in unserer Region dringend gesucht. Für Sie bestehen überall große berufliche Chancen.“ Mit diesen appellierenden Worten eröffneten Dr. Sascha Schacht, Geschäftsführer des EUV, und Stephanie Herrmann, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Essen, den dritten Präsenztermin der Ausbildungsoffensive. Am Mädchengymnasium unterstrichen die Schirmherrin und der Schirmherr in ihren Grußworten für die rund 80 anwesenden Schülerinnen die Bedeutung einer guten und vor allem informierten Vorbereitung für den ersten Schritt ins Berufsleben. Angebote wie die Ausbildungsoffensive liefern da wichtige Einblicke. Die Ausbildungsoffensive tourt in diesem Herbst in ihrer 13. Auflage als Roadshow durch weiterführende Schulen in Essen und liefert Berufseinblicke auf Augenhöhe. Denn nicht die Personaler, sondern die Azubis der teilnehmenden Unternehmen selbst berichten hier aus ihrem Azubi- und Studienalltag.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren? Wie war der erste Tag? Und vor allem: wie sieht der individuelle Arbeitsalltag aus? Talk-Moderatorin Zoi Tasovali, bekannt durch Radio Essen, wollte es genau wissen. Die drei Azubi-Talkerinnen Dilara Cakir, Eva Noppeney und Jaqueline Roicke beantworteten alle Fragen authentisch und frei heraus. Vorgestellt wurden die Ausbildung zur Industriekauffrau mit dualem Studiengang Business Administration an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, die Ausbildung zur Pflegefachfrau bei der Universitätsmedizin Essen sowie die Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement bei thyssenkrupp – auch mit integriertem Studium. Für die Schülerinnen, die in der ersten und zweiten Stunde noch fleißig an ihrer Matheklausur saßen, stand in der dritten Stunde also Berufsorientierung auf dem Plan. Alle lauschten interessiert den Ausführungen der Azubi-Talkerinnen und deren Einblicke in den Berufsalltag. „Klar ist der Schichtdienst anstrengend, aber viel mehr wiegt die Dankbarkeit der PatientInnen und die Gewissheit, Menschen geholfen zu haben“, berichtete Eva Noppeney aus ihrem Alltag als Pflegefachfrau.

Viele nutzen ihre Chance in der Fragerunde und hakten auch gezielt bei den Studiumsperspektiven nach – „Ist das nicht zu anstrengend? Ausbildung und Studium.“ Alles handelbar, wenn man sich gut organisieren kann und mit der richtigen Motivation dabei ist, antworteten die beiden Dual-Studierenden einhellig. Im Anschluss an den Talk suchten die Schülerinnen an den Infotischen der Unternehmen das persönliche Gespräch mit den Ausbilderinnen und Studienberaterinnen und informierten sich über weitere Jobperspektiven. Die Agentur für Arbeit war ebenfalls mit einer Berufsberaterin vertreten, die individuell auf die Rückfragen der Schülerinnen einging.