Azubis meistern erfolgreich die Generalprobe der Ausbildungsoffensive

Die Ausbildungsoffensive Essen kann endlich starten. Die Generalprobe für die neunte Saison ist erfolgreich geglückt. In einem Konferenzraum im Ghotel Hotel & Living an der Hachestraße besprachen die Teilnehmer noch einmal die wesentlichen Programmabläufe, übten die Gesprächssituation und den Umgang mit Mikrofonen ein und klärten offene Fragen.

„Die Azubis haben bei der Generalprobe einen erstklassigen Job gemacht“, sagt Carsten Liebfried, Projektleiter der Ausbildungsoffensive. „Alle Teilnehmer können den Beginn kaum abwarten und freuen sich auf den Start der Tour.“ Sylvia Czapiewski und Stephan Knipp (beide Radio Essen) werden als Moderatoren im Wechsel durch die Talkrunden an den weiterführenden Schulen führen.

Am Montag, 11. September, startet die Ausbildungsoffensive Essen im Stadtteil Schonnebeck mit dem Besuch der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Eine Woche später stehen gleich zwei Termine in Altenessen auf dem Tour-Plan. Zunächst besucht die Roadshow am Montag, 18. September, das Leibniz-Gymnasium. Zwei Tage später sind die Teilnehmer am Gymnasium Nord-Ost zu Gast. Es folgen die Termine am Alfred-Krupp-Gymnasium in Holsterhausen (Dienstag, 26. September) und an der Erich-Kästner-Gesamtschule in Steele (Donnerstag, 5. Oktober). Insgesamt wird die Ausbildungsoffensive Essen mit der Sekundarstufe II sechs weiterführende Schulen der Stadt besuchen. Der letzte Termin findet am Mittwoch, 11. Oktober, in der Gesamtschule Borbeck statt. Wie im Vorjahr waren alle Termine bereits vor den Sommerferien verbindlich vereinbart. „Schon nach dem Ende der Tour 2016 erhielten wir die ersten Bewerbungen von Schulen“, berichtet Projektleiter Carsten Liebfried. Das erfolgreiche Konzept bleibt unverändert. Anstatt Ausbilder oder Personalleiter stehen die Auszubildenden im Mittelpunkt und berichten offen und ehrlich über ihre ersten Schritte und Erfahrungen im Berufsleben.

Als Teilnehmer sind die Stadtverwaltung Essen, die Allbau GmbH und die FOM Hochschule für Oekonomie & Management an Bord. Zum ersten Mal dabei ist Atlas Copco. Der Industriekonzern ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen in den Branchen Kompressoren-, Druckluft- und Vakuumtechnik, Bau und Bergbau sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme weltweit führend. Unter dem Dach zweier Holdings mit Sitz in Essen agieren rund 20 Produktions- und Vertriebsgesellschaften. Der Konzern beschäftigt in Deutschland etwa 3800 Mitarbeiter, darunter mehr als 100 Auszubildende.

In Essen gibt es noch circa 1000 freie Ausbildungsplätze

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres in vielen Essener Unternehmen am 1. August suchen noch viele Betriebe passende Lehrlinge. Rund 1000 Ausbildungsplätze sind derzeit in Essen noch unbesetzt. Im Gegenzug haben 1037 Jugendliche noch keine Lehrstelle gefunden.

Für die Bewerber ist es noch nicht zu spät: „Jugendliche, die für das aktuelle Ausbildungsjahr noch einen Ausbildungsplatz suchen, sollten die Hoffnung nicht aufgeben und sich umgehend bei unserer Berufsberatung melden“, unterstrich Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen. Allerdings müssten die Jugendlichen eine gewisse Flexibilität mitbringen und nicht nur auf ihren „Traumberuf“ setzen. Viele junge Leute wollen im Handel oder im Büro arbeiten, wollen Tischler, Friseur oder Kfz-Mechatroniker werden. „Die meisten Stellen sind aber im Dienstleistungsgewerbe offen“, sagt Andrea Demler. Oftmals tut sich die Arbeitsagentur schwer, Jugendliche für bestimmte Branchen zu begeistern.

Zu den eher unbeliebten zählen zum Beispiel die Hotellerie und Gastronomie. Aktuell gibt es in Essen in dem Bereich noch 42 freie Ausbildungsplätze. Auf dem Papier aber gibt es nur 16 Bewerber dafür.  (Quelle: WAZ)